Die Zeltmission im Dschungel

Kindertheater der InselArche und Gemeindeveranstaltungen

Kindertheater: Eine Woche vor dem Start lagen erst wenige Anmeldungen vor. Vier Anmeldungen konnte ich am 3.8. besorgen. Anja Rüsch machte sich am Sonntag, 5.8. auf Spielplätzen und in der Flüchtlingseinrichtung am Veringhof auf Werbetour und brachte 7 Anmeldungen mit. Wir starteten am 7.8. mit 19 Kindern, am 11.8. standen 20 Kinder auf der Bühne. Die Theaterpädagoginnen Imke Eilbracht und Josefine Theres Wege erarbeiteten das Theaterstück „Mogli im Inseldschungel“, das sie selbst geschrieben hatten.

Die Aufführung in schönen Kostümen, die das Begleitteam gestaltet hatte, war ein schöner Erfolg. Das Zelt mit 200 Sitzplätzen war nicht ganz voll (geschätzt waren ca. 130-150 Personen anwesend). Auffällig war, dass keine älteren Leute gekommen waren – weder aus der Gemeinde noch aus der Nachbarschaft. Das war bei den Zirkusprojekten 2014 + 2015 anders.

Beim anschließenden Spielfest wuchs die TeilnehmerInnen Zahl an. – Die Stimmung war gut, und viele Eltern, Kinder und Großeltern haben das Fest gelobt. Die Spielgeräte wurden sehr gut angenommen, ebenso Waffeln, Popcorn und Kuchen. Der Grillstand der Wilhelmsburger Tafel und die Spielstände litten unter zwei Regenschauern. Eine Anzahl von Spielgeräten und die Hüpfburg konnten ins Zelt verlegt werden.

Der Deutsch-iranische Abend am Mittwoch, 8.8. war mit über 50 Personen sehr gut besucht. Es gab sehr leckeres Essen, viele Begegnungen und Thomas Lux leitete ein großes Quizz, das auf sehr viel positive Resonanz stieß. Als ich um 21.15 Uhr den Abend schloss, wären viele Leute gerne noch geblieben.

Der Afrikanisch-deutsche Abend, den ich mit Madeline Danquah, Joe Imprim und Kate Adjei vorbereitet hatte, litt darunter, dass sich kurz vor dem Beginn der Himmel verdunkelte und zur Anfangszeit ein Unwetter mit Sturm, Starkregen, Blitz und Donner niederging. So waren wir nur ca. 20 Personen. Aber es gab zwei interessante Kontakte, darunter auch Abdel, ein Ehrenamtlich vom Haus der Jugend, der dann am Jugendabend als Musiker auftrat. Beim Thema (mit Jes. 43,1) mussten wir etwas improvisieren.

Zum Jugendabend am 9.8. kamen sehr unterschiedliche Personengruppen. Einige unserer Jugendlichen (z.T. mit Eltern) und einige Gemeindeglieder und interessierte Gäste kamen, ca. 10 junge Erwachsene (über 20 J) aus der Lichtinsel kamen mit MitarbeiterInnen. So hatten wir ca. 30 „DauerteilnehmerInnen“, die dem Programm folgten. – Am Anfang kamen ca. 10 schwarze Jungen vom Fußballplatz, die nach einem Getränk wieder verschwanden. Beim musikalischen Nachprogramm mit Abdel vom Jugendhaus kamen nochmals ca. 15 junge Männer vom Haus der Jugend (um ca. 18 J.), die aber auch z.T. nicht lange blieben.

Melissa und Friederike leiteten durch den Abend, Laura, die ab Sept. bei uns als BUFDI arbeitet, beteiligte sich an den musikalischen Beiträgen. Ich übernahm das biblische Beispiel: Mit Jesus in Berührung kommen.

Der Gottesdienst am Sonntag war gut besucht (66 Erw. + 16 Kinder = 82 Pers.) Die Lobpreisgruppe der Togogemeinde sorgte für einen sehr lebendigen Start. Neun Kinder der Theatergruppe führten mit Imke Eilbracht nochmals einige Szenen aus „Mogli im Inseldschungen“ auf. Einige Personen der Sintigruppe, die sich samstags bei uns trifft, feierten den Gottesdienst mit. Beim Gebet nach der Predigt wurde in sieben Sprachen gebetet. Viele blieben zum Kirchenkaffee mit Kuchen und Waffeln. Einigen Personen, die interesseiert waren, gaben wir einen Gemeindebrief mit.

Auf- und Abbau: 17 Personen bauten bei großer Hitze (bis 35 Grad) am Dienstag das Zelt auf. Es waren die Teammitglieder und weitere HelferInnen von den Ehrenamtlichen der InselArche und den Flüchtlingen aus der Gemeinde.

Beim Abbau waren wir weit über 20 Personen, darunter fünf Männer der Sintigruppe (Fam. Weiß). Hinzu kamen als Zaungäste noch einige Frauen und Kind der Gemeinde. Mittags beim Grillen waren wir über 30 Personen. Um ca. 17.00 Uhr war das Zelt verpackt und der Platz geräumt.

Das Team: Die Zusammenarbeit im Team war eine wunderbare Sache. Zu dem Dauerteam kamen immer wieder die jungen Männer der InselArche. Es war wunderbar, dass Anja Rüsch, Melissa Witzcak und Laura Pappenberg (BUFDI ab 1.9.) sich schon voll in die Arbeit einbringen konnten und ein guter Kontakt zu den Kindern entstand. Am Mittwoch, Samstag und Sonntag (Ansprache im Gottesdienst) unterstütze uns Sup. Irene Kraft. Die Zusammenarbeit mit Michael Breiter und Jörg Herrmann von der Zeltmission klappte hervorragend.

Reza und Khashayar übernahmen die beiden ersten Nachtwachen, Rafea und Hussam drei weitere.

Die Kosten konnten noch nicht zusammengestellt werden. Obwohl unser Antrag bei der Jugendbehörde abgelehnt wurde, hoffe ich, dass die Arbeit durch zusätzliche Spenden gedeckt werden kann.

Fazit: Im Fazit stimme ich mit Sup. Irene Kraft überein: Es war sehr, sehr viel Arbeit. Es gab zahlreiche Einkäufe und Fahrten zwischen Kirche und Zeltplatz. Aber die Mühe hat sich gelohnt.

Ich bin Gott dankbar für seinen Segen und danke auch den Vielen, die geholfen haben.