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Hundert Jahre – und ein Aufbruch: »freiraum – Glaube geht raus«

freiraum - Platz für deine Sehnsucht!

freiraum - platz für deine Sehnsucht

Nach hundert Jahren endet die Arbeit der Zeltmission in der Evangelisch-methodistischen Kirche. Gleichzeitig beginnt unter dem Namen »freiraum – Glaube geht raus« ein neuer Abschnitt.
Gefeiert wird dieser Übergang Anfang Mai in Laichingen auf der Schwäbischen Alb. Rückblick und Aufbruch gehören dabei untrennbar zusammen.

Informationen zur Feier

Ort:

Evangelisationswerk der EmK – Zeltmission

Gottlieb-Daimler-Straße 37

89150 Laichingen (Schwäbische Alb)

 

Freitag, 1. Mai – Rückblick 100 Jahre EmK-Zeltmission

  • 15:00 Uhr: Beginn
  • 17:00 Uhr: Offizieller Teil
  • 20:00 Uhr: Offener Abend mit Livemusik, Lagerfeuer und Begegnung 

 

Samstag, 2. Mai – Danke Zeltmission und Kick-off »freiraum«

  • 11:00 Uhr: Gottesdienst
  • 12:30–14:30 Uhr: »freiraum erleben«
  • 14:30 Uhr: Abschluss 

 

Anmeldung

Bernd Schwenkschuster: bernd.schwenkschuster@emk.de

 

Ein Jahrhundert, das Spuren hinterlassen hat

Über Jahrzehnte hinweg hat die Zeltmission Menschen erreicht, die mit Kirche oft wenig Berührung hatten. Ihre Stärke lag in ihrer Einfachheit: ein Zelt, ein offener Raum, eine Einladung.

Hans-Martin Kienle, Leiter der EmK-Zeltmission, beschreibt diese Qualität so: »Menschen brauchen Orte, an denen sie Gottes Ruf im Herzen spüren und hören können.« Genau das hätten viele in den Zelten erlebt. Solche Orte seien immer wieder entstanden – und hätten Wirkung gezeigt. Viele hätten dort erstmals bewusst über ihren Glauben nachgedacht oder eine Entscheidung getroffen. Für die Gemeinden sei daraus über Jahre hinweg ein tragfähiges Fundament gewachsen.

Wenn sich Rahmenbedingungen verändern

In den letzten Jahren hat sich jedoch gezeigt, dass die klassischen Formen der Zeltevangelisation an ihre Grenzen kommen. Der organisatorische Aufwand steigt, während gleichzeitig die Beteiligung vor Ort zurückgeht. Auch die gesellschaftlichen Erwartungen haben sich verändert: Menschen suchen heute seltener Veranstaltungen, sondern eher persönliche Zugänge und offene Begegnungsmöglichkeiten. Vor diesem Hintergrund fiel die Entscheidung, die bisherige Arbeit zu beenden – und zugleich neu anzusetzen.

Eine neue Richtung: »freiraum«

Der neue Name ist bewusst gewählt. Er steht für Offenheit, Beweglichkeit und die Bereitschaft, gewohnte Wege zu verlassen. Bernd Schwenkschuster, Sekretär für missionarischen Gemeindeaufbau der ZK und geistlicher Leiter von »freiraum«, beschreibt die Ausrichtung so: »Der Name zeigt, dass Glaube hinausgeht zu den Orten, an denen Menschen leben, fragen und hoffen.« Damit ist auch ein Perspektivwechsel verbunden: Nicht mehr die Einladung zu einer Veranstaltung steht im Mittelpunkt, sondern die Begegnung im Alltag.

Unterstützung für Gemeinden vor Ort

»freiraum« versteht sich dabei nicht als fertiges Konzept, sondern als Unterstützung für Gemeinden. Sie sollen ermutigt werden, eigene Formen zu entwickeln – passend zu ihrem Umfeld. Dazu gehören unter anderem Begleitung und Coaching, kreative Möglichkeiten für Aktionen im öffentlichen Raum sowie geistliche Impulse, die Gemeinschaft stärken und neue Zugänge eröffnen. Im Kern geht es darum, Räume zu schaffen, in denen Menschen sich öffnen können – für Gespräche, für Fragen und für Glauben.

Einladung zum Mitfeiern

Der Übergang von der Zeltmission zu »freiraum« wird am 1. und 2. Mai in Laichingen gefeiert. Am Freitag steht der Rückblick auf 100 Jahre im Mittelpunkt. Der Samstag ist dem Neuanfang gewidmet – mit einem Gottesdienst und Einblicken in die zukünftige Arbeit. Eingeladen sind alle, die sich für missionarischen Gemeindeaufbau interessieren, die nach neuen Wegen suchen oder diesen besonderen Moment miterleben möchten.

Ein Abschied – und mehr noch ein Anfang

Mit dem Ende der Zeltmission geht eine prägende Epoche zu Ende. Doch der eigentliche Auftrag bleibt bestehen – und wird in veränderter Form weitergeführt. Zum Abschluss bringt Bernd Schwenkschuster die Perspektive so auf den Punkt: »Wir wollen Gemeinden und Menschen dazu befähigen, Räume zu schaffen, in denen andere Gott begegnen können – mitten in ihrem Alltag.«

Der Glaube bleibt nicht stehen. Er geht weiter – hinaus in neue Räume.

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